Mein Wochenbett / Woche 5 & 6 / Leider nur teilweise schön

Dieses Mal gibt es ein Update zu den letzten 2 Wochen und das leider auch aus einem nicht so schönen Grund. Am Ende von Woche 5 hat Ori nämlich Fieber bekommen und wir waren 5 Tage im Krankenhaus und da hatte ich keine Zeit für den Blog zu schreiben. Deshalb habe ich beschlossen die restlichen Wochenbett Posts zusammenzufassen (Woche 5/6 und Woche 7/8). Was aber auch inhaltlich Sinn macht, da sich am Anfang ja noch sehr viel sehr schnell ändert, wird es jetzt etwas ruhiger und da kann man ruhig 2 Wochen Revue passieren lassen. Wir sind übrigens alle wieder zu hause und gesund und munter :). 

Wie groß und schwer ist das Baby?

Ori hat die 5kg Marke geknackt und ich schätze er wiegt ca. 5,2 kg oder ein bisschen mehr. Bei der U3 war er 55 cm groß. Richtig speckig ist er geworden, was total süß ist. An den Oberschenkeln hat er mitterweile zwei Rollen und auch seine ganzen 54er Bodies von Petit Bateau fangen an zu spannen. Bald ist es Zeit für eine neue Body Größe. Von anderen Marken passt ihm aber die Größe 56 noch ganz gut.

Unser kleiner dicker Buddha :).

Was gibt es Neues diese Woche?

Bei Ori hat sich einiges getan in den letzten 2 Wochen. Wir hatten die U3, bei der wirklich alles super war. Schon da war sein Gewicht richtig gut, aber trotz des Krankenhausaufenthaltes hat er nochmal schön zugenommen, wie oben schon erwähnt. Es fühlt sich jetzt ganz anders an ihn zu halten. Er ist viel kompakter und stabiler. Selbst wenn er nackt ist, hat man ein gutes Paket auf dem Arm. Und auch sein Köpfchen kann er schon ganz gut einige Sekunden hochhalten. Mein kleiner Hulk!

Ori hat außerdem seinen ersten Sprung durchgemacht. In dem er sehr viel geschlafen, aber auch viel getrunken hat. Zum Glück war er ansonsten ein relatives happy Baby während des Sprungs. Ich hatte nicht das Gefühl, dass er mehr geschrien hat oder quengeliger war. Im Gegenteil, dadurch, dass er so viel geschlafen hat, war es sogar fast noch entspannter als sonst mit ihm. Und man kann ganz klar ein paar der Fähigkeiten erkennen, die er in dem Sprung „gelernt“ hat. Er fixiert Personen und Gegenstände jetzt richtig, kann weiter gucken und scheint viel aufmerksamer. Er folgt einem auch mit seinem Blick. Außerdem macht er richtig süße „Cooing“-Geräusche. Ein bewusstes Lächeln konnte ich ihm aber leider noch nicht entlocken. Vielleicht nächste Woche :).

Ori scheint jetzt auch ein etwas vorhersehbareres  Schlafmuster zu entwickeln. Vormittags ist er sehr viel wach und am Nachmittag wechseln sich seine Schlaf- und Wachphasen ab. Am Nachmittag sind die Schlafphasen aber auch schon länger, meistens 2 Stunden am Stück. Am frühen Abend macht er auch nochmal ein langes Nickerchen, ist dann aber meistens nochmal vor 22 Uhr etwas länger wach. Und danach klappt es eigentlich ganz gut, dass er in der Nacht bis zum nächsten Morgen schläft und nur zum Trinken aufwacht (ca. alle 2 Stunden). Natürlich gibt es auch mal eine Ausnahme und er ist 2 Stunden von 4-6 Uhr wach, aber das ist eher selten. Es hilft, dass er jetzt auch eher weniger in der Nacht kackt, so dass wir ihn nicht wickeln und entsprechend aufwecken müssen.

Auf Oris Kopf und an seinen Augenbrauen verändert sich langsam die Haut und wird etwas schuppig, fettig. Der Kopfgneis kommt. Wir gehen da jetzt einmal am Tag mit einem feuchten Waschlappen drüber und sollte es „schlimmer“ werden, dann probieren wir mal Kokosnussöl. Das hat bei Lino vor Kurzem (ja wir haben den Kopfgneis ganz schön lange dran gelassen) super funktioniert. Mit Kokosnussöl einweichen und dann mit einem warmen, feuchten Waschlappen in kreisförmigen Bewegungen sanft abtragen (mal wieder ein super Tipp unserer Hebamme).

Die größte Herausforderung diese Woche?

Unser Aufenthalt im Krankenhaus war definitiv die größte Herausforderung diese Woche. Ich denke dazu wird es noch einen eigenen Blogpost geben, deswegen an dieser Stelle nur die Kurzversion. Am Brückentag  nach Christi Himmelfahrt haben wir einen Ausflug mit unserem Freunden zu Karls Erdbeerhof gemacht. Dort hatte Lino bis dato übrigens seinen größten Ausraster ever – 15 min. Schreien, Durchstrecken und auf-den-Boden-Werfen vom Feinsten. Gedanklich hatte ich das schon als größte Herausforderung der Woche gespeichert. Aber es sollte leider schlimmer kommen.

Auf Karls Erdbeerhof ging es Lino noch gut. Diese Auto war übrigens das Heilmittel für seinen Ausraster des Jahrhunderts. Ori wurde an dem Tag aber leider so richtig krank.

In der Nacht von Donnerstag auf Freitag hatte ich schon das Gefühl, dass Ori weniger getrunken hat. Auf Karls Erdbeerhof hat sich dies fortgeführt. An dem Tag war es relativ heiß und Ori war in der Trage am Körper, so dass wir nicht bemerkt haben, ob er da schon wärmer war. Als wir dann aber am Nachmittag zu hause waren, hat er sich ganz schön heiß angefühlt, was das Fiebermessen auch bestätigt hat: 38,9°c. Da hatte ich mir noch nicht so große Sorgen gemacht, weil solch eine Temperatur bei Lino zwar nicht schön, aber kein Weltuntergang ist. Aber nachdem ich meine Hebamme angerufen habe, war klar, dass solche eine Temperatur bei einem Säugling doch ernster ist und wir ins Krankenhaus müssen.

Wir waren dann von 21:30 Uhr bis 1 Uhr nachts in der Kinderrettungsstation, wo Ori unter die Lupe genommen wurde. Und uns wurde schnell gesagt, dass wir bzw. Ori und ich nicht nach Hause können, sondern zur Überwachung dort bleiben müssen. Zu dem Zeitpunkt, dachte ich noch es würde bei einer Nacht bleiben, aber da das Fieber sehr lange ziemlich hoch war, waren wir insgesamt 5 Tage dort. Zum Glück haben alle Tests darauf hingewiesen, dass es ein (nicht so schlimmer) Virus ist.

Cedric versucht sich im Wartezimmer der Rettungsstation nach Mitternacht etwas auszuruhen. #bequemistwasanderes

Im Krankenhaus gab es eigentlich 3 Situation, die für mich sehr anstrengend waren (physisch und emotional). Die ersten Stunden, wo wir noch nicht wussten, ob es etwas sehr Schlimmes ist. Dann die zweite Nacht, in der ich schon komplett übermüdet war und Ori einfach nicht in dem Krankenhausbett schlafen konnte. Zusätzlich war er an die Überwachungsgeräte angeschlossen und hing am Tropf, so dass ich ihn nur schwer auf dem Arm beruhigen und selber auch gar nicht schlafen konnte. Ich glaube das war bisher die härteste Nacht mit Kind für mich, einfach weil ich schon so fertig war.

Und die dritte Situation war dann als ich am nächsten Tag selbst Fieber und starke Gliederschmerzen bekommen habe. Mir ging es selbst also körperlich schlecht. Die Gliederschmerzen haben nicht dabei geholfen Ori auf den Arm nehmen zu können. Und zusätzlich wurde Lino auch zu hause schlimm krank (wahrscheinlich der gleiche Infekt mit hohem Fieber) und ich konnte nicht zu ihm. Danach ging es im Krankenhaus aber zum Glück bergauf und auch Lino ist mittlerweile endlich fieberfrei.

Nach 5 Tagen endlich gesund nach Hause.

Was war ganz besonders schön?

Ganz besonders schön war es mal wieder mit beiden Jungs. Trotz der ganzen nicht so schönen Dinge im Krankenhaus (ständiges Fiebermessen, Blutabnehmen etc.) war es aber auch sehr besonders, so viel und intensiv Zeit mit Ori zu verbringen. Die meiste Zeit waren wir ja alleine im Bett und haben so gut wie nichts gemacht außer zu stillen, schlafen und zusammen sein. Ich habe kaum Fernsehen geguckt und das Zimmer verlassen habe ich nur einmal am Tag für 5 Minuten um mir etwas zum Essen holen. Jetzt habe ich das Gefühl ihn noch viel besser kennengelernt zu haben. Es ist noch einfacher geworden zu lesen was er für Bedürfnisse hat.

Und es war einfach so erleichternd, als Ori das erste Mal nach 4 Tagen mal wieder eine Temperatur mit 37 vorne dran hatte. Da ist mir ein Stein vom Herzen gefallen und ich wusste wir sind endlich auf dem Weg der Besserung.

Als ich letzten Mittwoch dann nach 5 Tagen im Krankenhaus wieder nach Hause gekommen bin, war Lino in der Hochphase seines Infektes und hatte über 40°c Fieber. Die 2 Tage davor konnte er uns auch nicht im Krankenhaus besuchen, weil er da schon krank war. Der armen Maus ging es gar nicht gut. Und obwohl es richtig schlimm war ihn so leiden zu sehen, war es so schön dieses kleine (oder doch eher große) Paket zu halten, streicheln und zu trösten. Er wollte nur zu Mama in dem Moment.

Ganz viele Kuscheleinheiten für meine kranke Maus.

Was funktioniert gut?

Die letzten 2 Wochen waren ja eher Ausnahmezustand mit beiden Kindern krank. Da ist es schwer zu sagen was in unserem Alltag jetzt gut funktioniert. Denn wir hatten keinen richtigen Alltag. Aber die „Aufgabenverteilung“ während Oris Krankenhausaufenthaltes hat gut funktioniert. Während ich mich eigentlich nur um Ori kümmern konnte, hat Cedric sich super um Lino gekümmert und beide Kinder wurden zu jeder Zeit gut umsorgt. Die räumliche Trennung hat das vielleicht sogar noch einfacher gemacht, weil einfach ganz klar war, wer was macht. Zu hause kann das ja manchmal schon zum Konflikt führen.

Papa ist der beste Spielplatzbuddy. Da waren alle noch gesund.

Wie geht es meinem Körper?

Also meinem Körper bzgl. der Genesung nach der Geburt geht es super. Ich habe keinerlei Beschwerden. In 3 Wochen geht dann mein Rückbildungskurs los, so dass auch mein Beckenboden wieder etwas gestärkt wird. Davon abgesehen fängt es leider auch wieder an, dass ich meine Haare jeden Tag waschen muss. In der Schwangerschaft haben alle 2 Tage völlig ausgereicht. Aber jetzt werden sie wieder schneller fettig und bestimmt habe ich bald auch wieder Haarausfall. Das ist echt einer der ätzendsten Nebeneffekte einer Schwangerschaft bzw. der Zeit danach. Das Stillen ist auch so gut wie schmerzfrei. Ein Glück :). Und zu meinem Ausgangsgewicht müssen noch 5kg weg. Es geht langsam voran, aber wenigstens geht es voran.

Als ich im Krankenhaus den Infekt hatte, ging es mir natürlich nicht so doll. Ich hatte Kopf- und Gliederschmerzen und teilweise auch Schüttelfrost. Aber auch das ist glücklicherweise wieder vorbei und hat auch nur 2 Tage angehalten.

Was gibt’s zu essen?

Die letzten 2 Wochen waren auch was das Essen betrifft eher durcheinander. Wir (bzw. Cedric) haben nicht besonders viel selber gekocht. Und sehr gesund war es auch nicht, weil andere Sachen einfach Prio hatten. Die Gerichte, die mir noch einfallen, waren einmal Penne Carbonara mit Merguez Würstchen und geschmorte Eier in Lammhack, ein israelisches Gericht aus dem Kochbuch „Jerusalem“. Beide Gerichte hatte Ced auch in den letzten Wochen mal gekocht und sind neue Favoriten von uns. Ab nächster Woche, mache ich aber auch mal wieder ein paar Fotos und es wird hoffentlich wieder etwas grüner auf dem Teller :).

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