Roomtour / Linos Kinderzimmer / Monochrom mit Farbtupfern

Hier ist es: Linos Kinderzimmer! Mein Lieblingszimmer in der Wohnung. Bisher leider noch nicht so viel genutzt, aber das kommt bestimmt noch. Im Moment schläft Lino ja noch bei uns und spielen tut er auch meist im Wohnzimmer, wo ich ihn noch im Blick habe. Aber ich freue mich schon jetzt auf die Zeit, in der Lino sich gerne in sein eigenes Reich zurück ziehen möchte. Oder wenn die Jungs ganz lieb zusammen dort spielen werden. Haha, „ganz lieb“ ;). Mal schauen… so hoffe ich zumindest.

Die Kinderzimmer Planung

Mit der Planung des Kinderzimmers begann ich eigentlich schon mit positivem Schwangerschaftstest. Also vor mehr als 2,5 Jahren. Einfach weil ich Interior Design so sehr liebe und ganz besonders das von Baby- und Kinderzimmern. Und ich habe mich einfach so darauf gefreut jetzt selber so ein Zimmer einrichten zu können. Deshalb hatte ich schon zu Beginn der Schwangerschaft verschiedene Moodboards für das zukünftige Kinderzimmer erstellt. Ich hatte verschiedene Optionen für Mädchen und Jungen, denn zu dem Zeitpunkt wusste ich natürlich noch nicht was es wird. Und als im 5. Monat fest stand, dass es ein Junge wird, begann dann auch das konkrete Einrichten.

Zuerst habe ich die Tapete und den Teppich bestellt. Das Bett haben wir glücklicherweise von seinem Cousin geerbt. Das Bett war zuerst ein Gitterbett lässt sich aber zum Toddlerbett umbauen. Darauf basierend haben wir nach und nach über die nächsten Monate die restlichen Möbel gekauft bzw. Möbel, die wir schon hatten, dazu gestellt. Und natürlich die Deko gestaltet. So war das Zimmer eigentlich schon 2 Monate vor Geburt komplett fertig eingerichtet und dekoriert. Und bis auf das Tapezieren (Horror! Papiertapete mit Muster #niewiederselbst) hat mir alles total Spaß gemacht. Im Mutterschutz hatte ich also viel Zeit zum Serienschauen ;).

Inspiration gab es ja schon fast zu viel. Stundenlang habe ich (liebend gerne) Pinterest und Instagram durchstöbert. Aber auch ein paar Interior Design Blogs hatten richtig schöne Beiträge zu Kinderzimmern. Und auch heute folge ich noch vielen Accounts auf Insta (z.B. oh.eight.oh.nine oder littledwellings).

Was wir schon hatten

Also das Bett haben wir wie gesagt von seinem Cousin geschenkt bekommen. Den Schaukelstuhl, den ich zuerst neu beziehen lassen wollte, damit er noch mehr zu dem monochromen Look passt, habe ich von meiner Mutter geerbt. Glücklicherweise war das so teuer, dass wir ihn in seinem ursprünglichen Look gelassen haben. Denn mittlerweile finde ich den Stuhl so viel schöner. Ich dachte übrigens der wäre perfekt zum Stillen, aber habe dort kein einziges Mal gestillt. Lino klettert und schaukelt aber sehr gerne auf dem Schaukelstuhl.

Das Sideboard war früher in unserem Flur, als wir noch in München gewohnt haben und stand dann in unserer Berliner Wohnung einfach so in diesem Zimmer rum. Das Zimmer haben wir nämlich vor Lino primär zum Wäsche aufhängen genutzt. Der dunkelgrüne chinesische Hochzeitsschrank stand ursprünglich in unserem Schlafzimmer. Da passt er auch nach wie vor noch total gut rein, aber der Schrank, den ich eigentlich für Linos Zimmer geplant hatte, war leider viel zu wuchtig für das Zimmer. Also haben wir kurzerhand getauscht. Und mit dem grünen Schrank finde ich es auch sehr schön.

Selbst gebastelt – Natürlich auch!

Ein bisschen DIY musste natürlich auch sein. Denn ich bastele auch total gerne. Leider fehlt mir dazu im Moment ein bisschen die Zeit, aber vor Linos Geburt war das gar kein Problem. So habe ich z.B. das Mobilé über dem Bett selbst gemacht. Die Pompoms einfach aus Seidenpapier geschnibbelt und mit Draht fixiert (Anleitungen gibt es überall im Internet) und dann an einen Treibholzast mit Nylonfaden gebunden.

Die Girlande zwischen den Fenstern über den 2 Vogelbildern ist auch total leicht gemacht. Die Filzbällchen habe ich bei Amazon bestellt und dann einfach auf einen Faden gezogen. Und fertig war die süße Girlande. Solche Girlanden kann man natürlich auch fertig kaufen, aber so war es viel günstiger und ich konnte die Farben perfekt auf die Farbpalette im Kinderzimmer abstimmen. Die kleinen Wimpelketten unter den Fensterbänken, habe ich aus Tonpapier gebastelt und einfach ein bisschen freestyle die Muster geklebt.

Außerdem haben Cedric und ich schon vor ein paar Jahren die Truhe (zwischen den beiden Fenstern) auf dem Flohmarkt auf dem Boxhagener Platz hier in Berlin erstanden und sie dann mit Stoff von Ikea bezogen. Das Muster gibt es leider nicht mehr bei Ikea. Aber glücklicherweise hat sich unsere Wahl damals bewährt und die Truhe passt super ins Gesamtbild des Kinderzimmers.

Die Bordüre (wenn man es so nennen mag) aus Dreiecken an der einen Wand, haben wir einfach mit Wandstickern selbst geklebt (auch von Amazon). Das war ganz schön aufwendig. Erstens weil es so hoch war und zweitens damit alle Dreeicke genau den gleichen Abstand haben und gerade sind, musste jedes einzelne mit Wasserwaage und Geodreieck geklebt werden. Da ich aber schon schwanger war, habe ich Anweisungen von unten gegeben, während Cedric auf der Leiter fleißig geklebt und gemessen hat…hehe.

Die Boxen auf dem Schrank sind simple Pappkartons von Ikea, die ich einfach mit süßen Augen und Mündern beklebt habe. Total wenig Aufwand, der aber aus einem langweiligen Karton, ein richtig schönes Dekoobjekt macht. Die Kartons sollten unsere kleine Familie darstellen. Da muss wohl jetzt noch ein Vierter für Ori hin :).

Ansonsten habe ich noch einige der Bilder und Karten selbst gestaltet. Manchmal habe ich das Design (leider) teilweise kopiert und selbst entwickeln lassen, anstatt es direkt zu kaufen (z.B. das „For like ever“-Bild). Das heiße ich eigentlich nicht gut, denn ich finde, wenn jemand etwas designet, hat er es auch verdient, dass man sein Design kauft. Aber wenn ich es dennoch selbst gemacht habe, dann nur deshalb, weil es entweder die Farben oder Größen, die ich wollte, nicht gab oder ich es schlichtweg nicht zum Kauf im Internet gefunden habe.

Das Bild mit dem gelben Muster haben wir von Cedrics Mutter zum 1. Hochzeitstag geschenkt bekommen. Und das Bild mit dem Engel hing schon in meinem Kinderzimmer.
Das Poster mit den umarmenden Monden habe ich auf society6.com gefunden.
Diese kleine Collage ist auf Linos Tür von außen. Sie begrüßt also jeden Gast :).

Und ein paar Neuzugänge

Ein paar Sachen haben wir aber auch neu gekauft. Dazu gehört z.B. die Tapete. Die war natürlich vorher noch nicht in dem Zimmer. Aber ich habe mich direkt in sie verliebt, als ich sie beim vielen Stöbern im Netz irgendwann entdeckt habe. Da es aber ein Auslaufmodell war (ich weiß leider nicht mehr die Marke, aber es war was Skandinavisches), war es gar nicht so einfach diese zu finden. Schließlich habe ich zum Glück noch eine britischen Onlinestore gefunden, der noch ausreichend Rollen hatte. Die Tapete war ja dann auch die Grundlage für die restliche Deko.

Einen coolen Teppich zu finden, der auch von der Größe her gepasst hat, war damals ziemlich schwierig. Mittlerweile, finde ich, gibt es jede Menge super schöne Kinderteppiche, aber vor über 2,5 Jahren, sah das noch ganz anders aus. Der Fuchs hat es mir aber direkt angetan und die Farben sind auch total schön. Zudem ist der Teppich richtig gemütlich.

Die Wandregale von Bloomingville gibt es inzwischen ja auch in allen möglichen Formen, Farben und Größen von vielen verschiedenen Herstellern. Ich finde sie immer noch total schön, aber sie sind tatsächlich eher Deko als praktischer Stauraum.

Beim Kleiderschrank wussten wir, dass wir auf jeden Fall etwas Praktisches mit viel Stauraum benötigen. Daher haben wir uns für den Klassiker entschieden, den wir auch im Schafzimmer stehen haben. Den guten alten Pax. Die Türen haben wir aber etwas mehr im Landhausstil gewählt, weil der Schrank so einen gemütlicheren Look hat.

Der Poäng Sessel von Ikea kam erst später dazu, als Lino schon ca. ein Jahr war. Es war einfach so süß, wenn er sich beim Kinderarzt und im Kindercafé immer so über die kleinen Kindermöbel gefreut hat. Richtig nötig war der Sessel nicht, aber auch keine riesen Investition. Ich denke, dass er irgendwann ins Wohnzimmer wandert, wenn Lino alt genug ist, auch mal einen Film mit uns zu gucken.

Und einige Dekoartikel haben wir (eigentlich immer nur ich ;)) natürlich auch noch gekauft. Wie z.B. den schwarz-weiss gestreiften Stoffkorb für Linos Stofftiere. Oder die schwarz-weißen Babuschkas im Wandregal. Auch die Bettwäsche und ein paar der Dekokissen auf dem Bett sind neu dazu gekommen. Die gelbe Lampe über dem Schaukelstuhl war eigentlich als Hauptlampe für das Zimmer geplant. Als sie aber geliefert wurde, war sie in echt viel kleiner, als ich gedacht habe und daher hat sie es nur zur Leselampe geschafft. Passt aber richtig gut in diese Ecke, wie ich finde.

Würde ich heute ein Kinderzimmer von Grund auf planen und einrichten, würde ich wahrscheinlich eine andere Farbpalette wählen. Einfach weil ich mittlerweile schon wieder Lust auf was Neues habe. Nichts desto trotz freue ich mich immer noch jedes Mal wenn ich in Linos Zimmer trete (wenn es aufgeräumt ist ;)). Ich finde es immer noch total schön und hoffe, dass er das irgendwann auch tun wird. Im Moment ist es ihm glaube ich noch ziemlich egal…hehe. Hauptsache es gibt gutes Spielzeug ;). Obwohl Lino tatsächlich auch schwer begeistert vom Schaukelstuhl ist.

Ich freue mich jetzt schon darauf irgendwann ein Zimmer für Ori zu gestalten. Das habe ich dieses Mal nicht in der Schwangerschaft geplant, eben weil wir mit Lino die Erfahrung gemacht haben, dass es noch nicht so viel genutzt wird, weil er noch bei uns schläft. Deswegen starte ich damit erst, wenn Lino und Ori aus dem Schlafzimmer ausziehen. Oder vielleicht werden die Jungs sich auch ein Zimmer teilen. Oder ein Zimmer wird deren Spielzimmer und eins eher deren Kinderschlafzimmer. Wie ihr seht, es gibt viele tolle Möglichkeiten :).

 

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